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Point Whitmark 22 – Die blutenden Schlüssel

Andreas Gloge

Point Whitmark 22 – Die blutenden Schlüssel

JUGEND UND KINDER

Gelesen von Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt Foss, Sabine Mazay, Jürg Löw

Informationen: Hörspiel, 51 Minuten, 1 CDs, 6.99 €

Verlag: Karussell

Altersempfehlung: ab 10 Jahre

Hörer-Rezension1

Redaktion

Leser

Rezension

Jay, Tom und Derek leben in dem US-Städtchen Point Whitmark. In einem alten Leuchtturm betreiben sie einen kleinen Radiosender, der so heißt wie die Stadt. Ständig kommt das Trio mysteriösen Geheimnissen auf die Spur. Diesmal reisen sie in historischer Kostümierung mit dem "Eternity Express". Die alte Dampflok ist ein fahrendes Theater, in dem jeder Fahrgast seine Rolle in einem inszenierten Kriminalstück spielt. Dann beginnen die ersten Schlüssel zu bluten, Fahrgäste verschwinden, die Grenze zwischen Fiktion und Wahrheit löst sich auf …
All das klingt wie schon mal irgendwo gehört. Doch durch ihren leichten Akzent auf Grusel und Mystery punktet die Serie. Die Umsetzung befindet sich auf hohem Niveau - schließlich ist Produzent Volker Sassenberg ("Gabriel Burns") dafür verantwortlich. Einsteigern der Serie mag es etwas schwer fallen, die drei Hauptfiguren zu unterscheiden. Sie sind nicht nur charakterlich relativ ähnlich, auch ihre Sprecher Sven Plate, Kim Hasper und Gerrit Schmidt-Foss unterscheiden sich nicht immer.
"Point Whitmark", von vielen während der "Drei ???"-Pause als "Ersatzdroge" herangezogen, hat trotz Parallelen zu anderen Serien ihre Berechtigung auf dem deutschen Hörspielmarkt. Vor allem Fans der frühen "Drei ???"-Geschichten sollten "PW" mal eine Chance geben.

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Hörerrezensionen (1)

2.5

Re: Point Whitmark 22 – Die blutenden Schlüssel

von reziratte.de am 03.08.2010

Ich muss zugeben, dass ich mich bei dem Titel und dem Cover auf eine weitere Folge im recht gruseligen Stil gefreut habe.
Daher war ich nach dem ersten Hören auch ein wenig enttäuscht, denn gruselig sind "Die blutenden Schlüssel" nicht.
Was nun aber nicht heißen soll, dass die Folge mir nicht gefallen hat, ganz im Gegenteil.
Hier steht zur Abwechslung mal wieder der Abenteuer-Krimi-Aspekt im Vordergrund, wie man es von den ersten Folgen der Reihe kennt.
Dadurch, dass das Theaterstück Anfang des 20. Jahrhunderts spielt, die "Schauspieler" entsprechend kostümiert sind und es sich auch um einen Zug mit Dampflok handelt, wie sie damals fuhren, hat dieser Krimi allerdings seinen ganz eigenen, altertümlichen Charme.
Die Geschichte ist nicht zu komplex, aber auch nicht zu geradlinig. Es gibt Irrungen und Wirrungen, wie es sich für einen anständigen Krimi gehört Augenzwinkern und man kann bis zum Ende mitraten, wer nun der Mörder ist, vorhersehbar ist nichts. Damit dies nicht so langweilig ist, wie es hier vielleicht klingt, dafür sorgen viele kleine, ausgefallene Details und eine wunderbare Atmosphäre.
Nebenbei ist die Folge an vielen Stellen auch noch ziemlich lustig, z.B. bei der "Kleiderprobe" auf Dereks Dachboden (hier haben mir vor allem die kleinen Bezüge zu vorigen Folgen gefallen), oder wenn Derek seine Rolle als Lady Ashbington mal wieder ziemlich übertreibt und Jay hörbar unzufrieden als Diener Lawry ist.
Sprechermäßig gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Während mir in mehreren der vorigen Folgen mindestens ein Nebenrollen-Sprecher überhaupt nicht zugesagt hat, sind in der neuen Folge alle Rollen mit passigen Sprechern besetzt.
Dereks gekünstelte Sprechweise geht einem vielleicht ein paar Minuten lang auf die Nerven, dann hat man sich aber daran gewöhnt und der Unterhaltungswert überwiegt deutlich.
Die Musik ist -wie bei Point Whitmark üblich- vom Feinsten. Neben der bekannten Titelmusik gibt es einige weitere Stücke, die zumindest ich in der Reihe noch nie gehört habe. Mir haben sie gefallen, einfach weil sie hundertprozentig zur jeweiligen Szene gepasst haben.
Besonders erwähnenswert finde ich die leise Hintergrundmusik während der Handlung im Zug. Sie passt absolut in die Zeit des Theaterstücks und schafft einen Großteil der "altmodischen" Atmosphäre, was mal wieder beweist, wie wichtig Musik in einem Hörspiel ist.
Am Ende der Folge, die ansonsten eher ruhig ist, kommt dann doch noch Action auf und mit dem Täter hatte zumindest ich nicht gerechnet...

Fazit: Wer die alten Folgen von Point Whitmark mochte, sollte sich diese Folge unbedingt zulegen.
Aber auch wer den neueren Folgen mehr zugetan war, dem sei geraten, es nicht bei einmaligem Hören zu belassen...es lohnt sich in jedem Fall.
Ich vergebe für die Folge eine glatte 1.

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