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Northanger Abbey

Jane Austen

Northanger Abbey

SPEZIAL

Gelesen von Marie-Luise Schramm,

Informationen: Hörspiel, 120 Minuten, 2 CDs, 17.99 €

Verlag: Titania Medien

Hörer-Rezension1

Redaktion

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Rezension

Tolle Produktion, aber Thema verfehlt. Denn Jane Austens Roman von 1817 hat - wie etwa auch ihr bekannterster Roman "Stolz und Vorurteile" - eher die Liebe und zwischenmenschliche Missverständnisse zum Mittelpunkt als Gänsehaut, der die Titania-Reihe "Gruselkabinett" ja eigentlich auszeichnet. Es geht um die junge Pfarrerstochter Catherine, die Schauer-Romane liebt und vom Vater ihres Schwarms Henry in die düstere ehemalige Abtei Northanger Abbey eingeladen wird. Von Grusel ist in dieser auch viel zu langen Geschichte aber keine Spur - wer nur reinhört, könnte glauben, in einer Folge von "Anne auf Green Gables" gelandet zu sein. In der atmosphörischen Umsetzung und bei der guten Sprecherriege aber gibt sich Titania wie immer keine Blöße.

(bär)

Kurzbeschreibung

Das ländliche England in den späten 1790er Jahren Die siebzehnjährige Pfarrerstochter Catherine Morland ist eine leidenschaftliche Leserin von Schauer-Romanen und hofft darauf, dass ihr Leben auch einmal so aufregend sein wird, wie das der Romanfiguren. Im vornehmen Badeort Bath, wo sie sich Dank der Güte des Ehepaars Allen sechs Wochen aufhalten darf, macht sie die Bekanntschaft des faszinierenden jungen Gentlemans Henry Tilney und seiner liebreizenden Schwester Eleanor…


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Hörerrezensionen (1)

2.5

Re: Northanger Abbey

von Hoerzentrale.de am 16.08.2010

Das „Gruselkabinett“ geht in die 40. Runde. In die Schauerreihe gesellt sich diesmal eine eher untypische Schriftstellerin. Denn „Northanger Abbey“ (oder auch „Die Abtei von Northanger“) stammt von der englischen Schriftstellerin Jane Austen, deren berühmte Werke wie „Stolz und Vorurteil“ oder „Emma“ doch so überhaupt nichts mit Grusel zu tun haben, sondern sich vornehmlich der Liebe sowie zwischenmenschlichen Beziehungen widmen. Und trotzdem haben Titania Medien Jane Austens 1817 erschienenen Roman „Northanger Abbey“ in die Serie aufgenommen.

Die junge Catherine Morland - ein großer Fan von Gruselromanen - lernt im englischen Kurort Bath die Geschwister Eleanor und Henry Tilney kennen. Bald schon verliebt sie sich in den netten jungen Mann und nimmt darum nur zu gern die Einladung an, gemeinsam mit den Geschwistern eine Zeit lang auf dem Besitz der Tilneys zu verbringen, einer alten, geheimnisumwitterten Abtei. Schon bald glaubt Catherine an ein finsteres Geheimnis um die Familie, welchem sie mit großem Interesse nachgeht …

Einen Zweiteiler haben Marc Gruppe und Stephan Bosenius aus der Romanvorlage gemacht. In meinen Augen hätten die Geschehnisse jedoch genauso gut auf einer CD Platz gefunden, denn „Northanger Abbey“ weißt einige Längen auf, die durch eine Kürzung der Spielzeit vermeidbar gewesen wären. Überhaupt bin ich mehr als enttäuscht von der Geschichte selbst. Grusel und Gänsehaut sind absolute Mangelware und bei genauerer Betrachtung, eigentlich nicht vorhanden. Vielmehr ist Jane Austens Roman eine reine Liebesgeschichte, die als einziges düsteres Element eben die titelgebende Abtei aufweist. Wenn ich mir alle bisher erschienenen Hörspiele der „Gruselkabinett“-Reihe ins Gedächtnis rufe, ist „Northanger Abbey“ mit Abstand die enttäuschendste Folge. Teilweise war ich mir nicht einmal sicher, ob ich nicht versehendlich eine von Titanias „Anne“-Hörspielen in den Player gelegt habe.

Was die Umsetzung und die zahlreichen Sprecher angeht, hat Titania jedoch (wie eigentlich immer) alles richtig gemacht. Hasso Zorn, von dem ich ein großer Fan bin, fungiert als Erzähler, während Marie-Luise Schramm mit ihrer zarten, mädchenhaften Stimme die Hauptrolle der Catherine Morland spricht. Mit viel Leidenschaft sind auch Robin Kahnmeyer als der sympathische Henry Tilney sowie Norbert Langer als der undurchsichtige General Tilney bei der Sache. Beispielhaft ist in dieser Produktion ist die Tatsache, dass auch die kleinsten Nebenrollen mit großen Namen besetzt sind.

Musik und Geräusche sind bei Titania immer das Aushängeschild. Nicht umsonst hat sich der Hörspielverlag „Atmosphärische Hörspiele“ auf die Fahne geschrieben. Atmosphärisch ist auch an der vorliegenden Produktion nichts auszusetzen. Die Geräusche runden das Kopfkino perfekt ab. Vor allem die Gewitterszene finde ich sehr gut gelungen. Leider ist das auch der einzige Augenblick im ganzen Hörspiel, in dem wenigstens ein bisschen Gruselstimmung aufkommt. Auch die verwendeten Musikkompositionen wirken beim Hören eher nebensächlich, was ebenfalls auf die Handlung zurückzuführen ist. Und so rutscht diese Hörspielfolge was die Soundkulisse angeht, dann doch nur ins Mittelmaß.

Kurzum: Diese Folge hätte mehr ins „Liebeskabinett“ gepasst und hat im „Gruselkabinett“ nichts verloren!

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