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Sorry

Zoran Drvenkar

Sorry

THRILLER UND KRIMIS

Gelesen von Christian Berkel, Matthias Brandt, Sophie von Kessel, Ulrich Pleitgen

Informationen: gekürzte Lesung, 512 Minuten, 7 CDs, 24.95 €

Verlag: Hörbuch Hamburg

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Rezension

„FSK 16“ sollte auf dem Hörbuch stehen. Zoran Drvenkar lässt uns an grauenvollen Taten teilhaben, deren detaillierte Beschreibung Jugendliche verstören könnte. Auch Erwachsene stockt der Atem angesichts des perfiden Spiels, das der Mörder mit den Betreibern einer eigentlich harmlosen „Agentur für Entschuldigungen“ treibt: Er zwingt sie, sich in seinem Namen bei dem Opfer zu entschuldigen, und macht sie letztlich selbst zu Tätern.

Ich bin ehrlich: Wäre der Mörder – sein Part wird im „du“-Stil erzählt, der Leser in seine Psyche versetzt – nicht schon nach zwei Tracks ans Werk gegangen, ich hätte am Ende der ersten CD entnervt aufgegeben. Der Autor springt ständig zwischen Personen, Orten und Sichtweisen herum und kocht derart zähflüssig eine Suppe aus belanglos wirkenden Hintergründen, dass beim Hören dauernde Abschweifungen garantiert sind. Dabei merkt man auch den Sprechern an, dass sie sich mit der Vorlage nicht wohlfühlen – sie lesen uninspiriert und ohne Akzente.

Dann aber, erst ab Mitte der zweiten CD, bekommt die Geschichte Fahrtwind, man klebt förmlich an der weiteren Entwicklung bis zum großen Ganzen. Vor allem der Normalteil-Erzähler Christian Berkel und der duzende Matthias Brandt als Verkörperung des Mörders lassen sich mehr Zeit für Ereignisse und Stimmungen. Ein Thriller, auf den man sich einlassen muss.

(rw)

Kurzbeschreibung

Die fetten Jahre sind vorbei. Eine gute Geschäftsidee ist gefragt. Da liegt sie nach einem feuchtfröhlichen Abend plötzlich auf dem Tisch: Frauke, Tamara, Kris und Wolf, vier junge Westberliner, die besonders stört, dass sich niemand mehr für nichts verantwortlich fühlt, setzen auf die heilsame Kraft eines einfachen "Sorry". So gründen sie eine "Agentur für Entschuldigungen". Erstaunt stellen sie fest, dass die Resonanz überwältigend ist. Bis Wolf eines Tages am vereinbarten Treffpunkt nicht den Klienten, sondern eine brutal zugerichtete Leiche findet. Und den Auftrag, sich bei dieser zu entschuldigen. Die Vier lassen sich auf ein gefährliches Spiel mit dem Mörder ein, der sie immer weiter in seine Pläne verstrickt und - in ihre eigenen Abgründe treibt. Höchst zeitgemäß greift der packend erzählte Thriller die uralte Frage nach Schuld und Sühne auf. Schuld, so lautet das unerbittliche Resümee, ist nicht verhandelbar, und Sühne keine Ware.
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