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Andreas Stichmann

Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Informationen: , 19.95 €

Verlag: Rowohlt

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Redaktion

Leser

Rezension

"Wissenschaftler haben bewiesen, dass es möglich ist, den Welthunger innerhalb eines einzigen Jahres auszumerzen." Es sind Fakten wie diese, die den Millionenerben David van Geelen faszinieren. Er hat genug von der Konzernwelt und seinem kapitalistischen Bruder, es ist Zeit, die Welt zu verbessern. Allerdings ahnt David, der sich als Anführer der "Seapunk"-Bewegung den neuen Namen Sydney Seapunk verpasst, dass er dies nicht alleine schaffen wird. Er braucht Verbündete, die er auf dem Sonnenhof, einem Wohnprojekt in Hamburg-Osdorf, findet. Die Praktikantin Bianca, die Kommunen-Mama Ingrid, Sonnenhof-Leiter Ramafelene und der treuherzige Küwi wohnen hier. Sie nehmen David in ihrer Mitte auf und lassen sich zu einem Neuanfang hinreißen, selbst wenn Kriminalität - eine inszenierte Entführung - der einzige Weg dorthin ist. Stichmann wechselt seine Erzählperspektive alle paar Seiten und lässt den Leser so an den intensiven Gedanken der einzelnen Bewohner teilhaben. Fast fühlt man sich selbst als Komplize in dieser skurrilen Mission. Seine ausdrucksstarke Sprache hat Tempo, die tragikomischen Szenen sind fesselnd, sodass man das Buch erst nach vollendeter "Tat" weglegen möchte.

(ew)

Kurzbeschreibung

Alles beginnt in Hamburg Osdorf. Der Sonnenhof - früher alternatives Wohnprojekt, heute eher betreutes Wohnen - hat schon bessere Zeiten gesehen. Findet Ramafelene, genannt Raffi, 35, der seit seiner Kindheit dort lebt. Von seiner Mitbewohnerin und Mutter kommt jedenfalls nicht mehr viel. Ihr scheint in den 80ern mit dem Mann auch die Menschenliebe verlorengegangen zu sein. Schlimm. Findet auch Bianca, 17, die auf dem Sonnenhof ihre Sozialstunden ableistet. Bianca, mit den blauen Haaren, in die Ramafelene sich verliebt. Was Küwi nicht gefällt, obwohl er gerade selbst einen neuen Freund gefunden hat: einen Mann ohne bürgerlichen Namen. Einen Mann mit einer Vision. Die den Sonnenhof miteinschließt. Und die Entführung eines Millionenerben. Schlimm? Man wird sehen. «Hat jedenfalls erst mal nichts mit Gefährlichkeit zu tun», findet Küwi. «Ist was Politisches mit Solidarität. Ist Inhalt von dem Lied ‹Die Internationale›, das man mag.» Der Sonnenhof hat schon bessere Zeiten gesehen, ja, aber warum sollten nicht die besten – und zwar für alle Menschen – noch kommen?


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