Die Werwölfe
FANTASY UND SCIENCE-FICTION
Gelesen von Simon Jäger
Informationen: gekürzte Lesung, 471 Minuten, 6 CDs, 24.99 €
Verlag: Der Audio Verlag
Um die Hörproben direkt anzuhören benötigen, Sie den Adobe Flash Player.
Sie können die Hörprobe hier downloaden
Rezension
Das Nebeneinanderleben von Vampiren und Werwölfen ist nichts Neues, feierte aber zuletzt durch die "Bis(s)"-Saga ein vielbeachtetes Comeback. Doch Christoph Hardebusch schafft es mit seiner weniger feminin verfassten Vorlage nicht, das Fantasy-Rad neu zu erfinden. Gewiss kombiniert er das feindliche Zusammenleben von Werwölfen, Vampiren und deren kirchlichen Jägern um die 1820er-Jahre interessant, und auch der Werdegang vom Protagonisten Niccolo Viviani in der gleichen Zeit birgt einige Höhepunkte - doch insgesamt ist die Handlung des Romans zu vorhersehbar und liefert wenig Neues.
Die Leistung von Simon Jäger ist es aber, die dem Hörbuch einen Glanz verleiht. Er kommt emotional auf den Punkt, gibt die unterschiedlichen Atmosphären überzeugend wieder und liefert vor allem im großen Finale eine Bestleistung ab. Aber: Bei so vielen internationalen Sprachen (Griechisch, Italienisch, Französisch, Albanisch) brillierten andere Kollegen Jägers diese phonetische Steilvorlage durch das Beherrschen deutsch-fremdsprachlicher Akzente. Insgesamt ein Werwolf-Hörbuch, das nicht zum Heulen verleitet, aber auch ohne wirklichen Bis(s).
()Kurzbeschreibung
Jetzt direkt kaufen bei:








Re: Die Werwölfe
Der Titel dieser Hörbuchproduktion sagt eigentlich schon alles. Im Roman des Fantasyautors Christoph Hardebusch steht diesmal eine ganz besondere Gattung im Mittelpunkt, nämlich die des Werwolfes. Werwölfe sind bekanntlich keine angenehmen Zeitgenossen und bieten deshalb die ideale Grundlage für ein spannendes Abenteuer aus einer Mischung aus Grusel und Fantasy.
Doch die Geschichte beginnt relativ harmlos. Der junge Niccolo ist zu Gast im Haus seiner heimlichen Liebe Valentine. Mit der Zeit lernt er Niccolo den berühmten Schriftsteller Lord Byron kennen und ist oft zu Gast in dessen Haus, in welchem er mit Freunden wohnt. Valentine beobachtet diese Besuche mit Sorge, denn im Dorf spricht man über den seltsamen Lord uns seine Begleiter. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen mit Lord Byron und seinen Freunden. Doch Niccolo ist so gefesselt von den interessanten Gesprächen und der offenen Lebensart des Dichterkreises, dass er nicht erkennt, in welcher Gefahr er sich befindet. Als Niccolo eines Nachts eine grausame Beobachtung macht, gibt es für ihn kein zurück mehr.
Es ist schön zu beobachten, wie sich der unerfahrene Niccolo naiv und nichtsahnend in die Höhle des Bären (oder hier mehr in die des Wolfes) wagt und erst zu spät erkennt, was Sache ist. Ein kluger Schachzug von Christoph Hardebusch ist das Einbauen von bekannten Persönlichkeiten, wie eben Lord Byron, Alexander von Humboldt oder auch Mary Shelley, die später einmal den Bestseller „Frankenstein“ schreiben wird. Durch das Mitwirken dieser Personen holt das Erzählte aus der Durchschnittlichkeit und macht es spannend. weil hier berühmten Personen schwarze Magie und magische Rituale nachgesagt werden. Leider werden diese Personen und auch die Hauptfigur Niccolo Viviani nur sehr oberflächlich beschrieben und ausgeschmückt. Christoph Hardebusch kratzt lediglich an der Oberfläche, was die Geschichte und Personen insgesamt etwas flach wirken lässt. Trotz dieser Kritik muss ich aber sagen, dass der Plott trotzdem funktioniert und vor allem unterhält.
Simon Jäger ist ein Profi seines Fachs und genauso professionell liest er sich auch durch diese sechs CDs. Die Stimmen den einzelnen Personen anzupassen fällt ihm leicht und es ist sehr angenehm, ihm auch über lange Strecken zuzuhören. An der nötigen Leidenschaft und Dynamik mangelt es Jäger nicht. Doch irgendwie sagt mir der Sprecher für dieses Hörbuch nicht zu. Seine Stimme klingt einfach etwas zu jung. Einerseits passt dies perfekt zur jungen Figur des Niccolo Viviani, doch für die restliche Figuren und Werwölfe hätte ich mir dann doch eine tiefere Stimme gewünscht. Aber das mag vielleicht nur ich so sehen?
Doch insgesamt ist "Die Werwölfe" eine nette, wenn auch leider nicht immer spannende Fantasygeschichte.
Eine eigene Rezension hinzufügen