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Paul Auster

Bericht aus dem Inneren

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Informationen: , 19.99 €

Verlag: Rowohlt

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Redaktion

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Rezension

In seinem "Winterjournal" hatte Paul Auster in einem einzigen, packenden Fluss von seiner Kindheit erzählt. Bisweilen war das ein wenig prätentiös, aber meist messerscharf beobachtet und immer gekonnt geschrieben. Auch in "Bericht aus dem Inneren" hält er diese Erzählweise konsequent durch. In den meisten Passagen verknappt Auster an den richtigen Stellen, zeigt Details dort, wo sie notwendig sind und dem Text einen Mehrwert geben. Der "Bericht" ist dabei eine Art Begleitwerk zum "Winterjournal". War dies die Geschichte einer Körperwerdung, verfolgt man hier eine Geistesentwicklung, eine Bewusstwerdung. "Am Anfang war alles lebendig [...] Die Äste der Bäume waren Arme. Steine konnten denken, und Gott war überall", beschreibt er seine frühesten Erinnerungen. Und konstatiert: "Ungeachtet deiner äußeren Erscheinung bist du immer noch, wer du warst, auch wenn du nicht mehr derselbe bist." Auster beschreibt detailreich Momente, die ihn berührt haben, sei es im Kino, sei es in Gesprächen mit seiner Frau. Hier gerät er ab und an zu sehr ins Erzählen, hier hätte man behutsam kürzen können, ohne dem Text Schaden zuzufügen. Man hat ein wenig den Eindruck, Auster hätte nach einem guten Beginn die Lust verloren, mäandert durch den Text, ohne ein richtiges Ziel.

(as)

Kurzbeschreibung

Paul Auster führt uns in seine frühe Kindheit, in die phantastische Welt vor den Begriffen, in der die Uhren noch Gesichter haben, die Stifte noch Flugzeuge und die Äste von Bäumen noch Arme sind. Auster beschreibt diese Welt mit großer Wärme und leichter Hand. Aber die Fragen, die er sich und uns stellt, haben Gewicht: Wann werden einem Menschen die Koordinaten bewusst, die sein Leben bestimmen? Ab wann begreift sich der kleine Junge aus New Jersey als Amerikaner? Wann als amerikanischer Jude? Der Leser wird Zeuge, wie Auster jenen Paul kennenlernt, der ihm viele Jahre später nur noch schemenhaft vor Augen steht, der allmählich zum Künstler heranwächst, rastlos in winzigen Pariser Zimmern ausharrt, Drehbücher und Liebesbriefe schreibt, Ideen verfolgt und verwirft, die Studentenrevolte in New York erlebt und sich zunehmend dem Schreiben widmet. Dieses Buch ist das vielstimmige Gegenstück zum Winterjournal. Ebenso freimütig und poetisch, wie er dort die Geschichte seines Körpers erzählt hat, folgt nun die Geschichte seiner Bewusstwerdung, der innere Bildungsroman seines Ich: «Die Welt ist in meinem Kopf. Mein Körper ist in der Welt.» Stimmen zum Buch: Paul Auster ist ein begnadeter Geschichtenerzähler (NZZ) Er versetzt immer wieder in Erstaunen, dieser Paul Auster (Welt am Sonntag) Paul Auster versteht es meisterhaft, seine Leser zu fesseln (Der Tagesspiegel)
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