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Moralische Unordnung

Margaret Atwood

Moralische Unordnung

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Barbara Nüsse, Hans Peter Hallwachs

Informationen: ungekürzte Lesung, 479 Minuten, 7 CDs, 29.95 €

Verlag: GoyaLiT

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Rezension

Vor zwölf Jahren gab Margaret Atwoods Ehemann Graeme Gibson das Schreiben auf. Den Titel seines letzten, unvollendeten Romans – „Moral Disorder“ – schenkte er seiner Frau. 2006 gab die 69-Jährige ihm den Titel zurück, gefüllt mit zwölf miteinander verwobenen Kurzgeschichten über ihr gemeinsames Leben. Wie in einem Fotoalbum bilden sich Atwoods langes Leben und die Jahrzehnte, in denen es sich ereignete, in scharf umrissenen Momentaufnahmen ab. „Moralische Unordnung“ ist ein sehr persönliches Buch und vielleicht deshalb weniger aufregend als Atwoods kühne, oft prophetische Romane. Trotzdem zeigt sich in in den Geschichten die genaue Beobachtungsgabe der Autorin, ihr Humor und ihr Gespür für Abgründiges.

Barbara Nüsse liest Nell, die Ich-Erzählerin und Alter Ego Atwoods, mit hintersinnigem Witz und Lakonie, sodass man glaubt, der Autorin selbst gegenüberzusitzen. Die Geschichten, in denen Atwood einen Erzähler einsetzt, liest Hans Peter Hallwachs. Leider wirkt seine Lesung blutleer. Bedauern liegt in seiner Stimme – selbst dann, wenn er von lustigen Begebenheiten erzählt.

Nach zwölf Geschichten hat man das Gefühl, Nell, ihren Ehemann Tig und sogar die Nebenfiguren sehr gut zu kennen. Aber wie so oft, wenn ältere Menschen aus ihrem Leben erzählen, ist es schwer, lange konzentriert zuzuhören.

(ed)

Kurzbeschreibung

Die berührende, ehrliche Abbildung eines Lebens - in elf Episoden erzählt die preisgekrönte Autorin Margaret Atwood Geschichten aus dem Leben der Literaturdozentin Nell, die auch ihre eigene sein könnte. Die Kindheit in der kanadischen Wildnis, das gemeinsame Leben mit ihrem Mann Tig, die Beziehung zu ihrer Schwester und ihren Eltern fügen sich zu einem einzigartigen Persönlichkeitsporträt zusammen. Barbara Nüsse spricht mit Lakonie und Humor und fängt Atwoods feinsinnige Ironie gekonnt ein. Den Kontrapunkt dazu setzt Hans Peter Hallwachs durch seine warme und einfühlsame Interpretation. Das gleichnamige Buch ist im Berlin Verlag erschienen.


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