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In Plüschgewittern

Wolfgang Herrndorf

In Plüschgewittern

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von August Diehl

Informationen: gekürzte Lesung, 248 Minuten, 3 CDs, 19.95 €

Verlag: tacheles!

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Rezension

Es ist nicht immer angenehm, wenn man sich in einigen Sätzen und Gedankengängen einer Person in einem Roman wiederfindet. Im Falle des Anfang 30-jährigen Ich-Erzählers kann das sogar wehtun, denn die Genauigkeit der zynischen Beobachtungen seiner Umwelt beinhaltet Gedanken, die jeder kennen wird, Gefühlslagen, die man gerne vermeiden würde und Fragen, die eben nicht so einfach zu beantworten sind.

Der Anti-Held ist Neu-Berliner und schildert seine Welt mit präziser Genauigkeit. Partys in Altbauwohnungen, Gespräche und Getränke in Kneipen, jede Menge Gras, nie einen Job und ständig das Gefühl, am Leben nicht teilzunehmen und das auch noch, weil man es nicht will und kann. Ein Held, der an allem leidet, aber am meisten an sich selbst. Gut, dass er sich dann doch noch verliebt und Hoffnung besteht, dass es nun doch noch aufwärts gehen könnte.

August Diehl muss die Geschichte irgendwo ganz tief im Inneren berührt haben, sonst könnte er sie nicht so lesen, als sei er selbst der zweifelnde Anti-Held. Sein Lesestil hat etwas Atemloses. Und doch verliert die Geschichte nie jenen melancholischen Unterton, der für die Glaubwürdigkeit einer Generation steht, die ihren Platz in der Gesellschaft sucht und dabei manchmal vergisst, dass das Leben auch aus Kompromissen besteht. 

(hein)

Kurzbeschreibung

Dies ist die Geschichte eines Mannes um die dreißig, der auf dem Weg aus der westdeutschen Provinz in die Szene-Quartiere der Hauptstadt wenig tut, aber viel mitmacht. Der seine Umwelt beobachtet, sie bissig kommentiert und im Übrigen an sich und der Welt leidet. So einer passt nach Berlin, denn Berlin heißt: Endloses Gerede, viel Durst, vager Durchblick, kein Plan. Keine Arbeit sowieso, dafür ab und zu Altbau-Parties, bei denen auch schon mal jemand vom Dach fällt. Doch dann widerfährt unserem Helden ein Missgeschick: Er verliebt sich. Vom Autor überarbeitete, gekürzte Fassung - Im August 2008 auf Platz 1 der hr2 Hörbuchbestenliste! Das sagt die Jury: "Eine Reise nach Berlin, bissige Kommentare, vager Durchblick... Wolfgang Herrndorf hat mit seinem Debütroman ein schönes Zeitgeist-Porträt geschaffen. Wäre der Begriff nicht schon anderweitig besetzt, könnte man von einem neuen frischen "Jugendstil" sprechen. Ohne Larmoyanz erzählt Herrndorf die Geschichte einer großen Orientierungslosigkeit, ebenso lakonisch gelesen von August Diehl." „Und einer wie, sagen wir, Nick Hornby kann sich schon jetzt mal eine saftige Scheibe von ihm abschneiden.“ Frank Schulz, konkret „Mir persönlich jedenfalls ist in deutscher Sprache kein Buch bekannt, das dem Fänger im Roggen näherkäme." Jochen Förster, WELT „Ein Roman aus der Mitte Berlins und dem Zentrum einer verlorenen Generation.“ Martin Lüdke, DIE ZEIT „Die lakonisch erzählte Geschichte eines Dreißigjährigen, der statt Arbeit ein feines Gespür hat für die Peinlichkeiten, die das Leben in Form von Kindheitserinnerungen, Diskothekenbekanntschaften und Familienbesuchen für jeden halbwegs sensiblen Menschen bereithält.“ Edo Reents, FAZ


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