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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit 4

Marcel Proust

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit 4

KLASSIKER

Gelesen von Peter Matic

Informationen: ungekürzte Lesung, 1614 Minuten, 22 CDs, 164 €

Verlag: Der Hörverlag

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Rezension

 Marcel Prousts Bandwurmsätze mögen auf manchen Leser abschreckend wirken. Eine nicht minder abschreckende Wirkung dürfte auf viele Käufer der Preis der vollständigen Lesung von Prousts Jahrhundertwerk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ haben, die der Hörverlag schrittweise veröffentlicht. 164 Euro pro Band sind üppig, keine Frage. Diejenigen aber, die dieses Geld erübrigen können und wollen, erhalten für ihre Investition einen echten Gegenwert – in Tagen der weltweiten Finanzkrise keine Selbstverständlichkeit. Sich den ungekürzten Proust vorlesen zu lassen, dazu von einem wie Matic, der nie die Übersicht über die Proustschen Satzbildungen verliert, ist schon etwas ganz Besonderes. In dem nun vorgelegten vierten der sieben Bände, „Sodom und Gomorra“, seziert Proust in kunstvollen Betrachtungen die gleichgeschlechtliche Liebe.

So gekonnt drechselt Proust seine schier endlosen Sätze, dass man beim Hören bisweilen den Inhalt vergisst und voller Spannung nur auf den nächsten Punkt wartet. Dank Matic verliert man sich als Hörer jedoch nicht in dem komplexen Geflecht und gelangt stets in den Text zurück, auch ohne die Möglichkeit, zurückblättern zu können. Seine ruhige Stimme führt durch den Roman wie ein die Zeilen entlang fahrender Zeigefinger. Was einzig zu tun bleibt: zurücklehnen, Augen schließen, genießen.

(jr)

Kurzbeschreibung

Sodom und Gomorra – zwei Orte, die ihre Unschuld bereits vor undenklicher Zeit verloren haben. Und doch, wie faszinierend erscheinen sie dem Erzähler: Sodom ist das Reich des Monsieur de Charlus, des virtuosen Grenzgängers zwischen den Welten, Klassen und Geschlechtern. In Gomorra aber, dem Reich, zu dem Männer keinen Zugang haben, ist seine Geliebte Albertine zu Hause. Scheinbar unerreichbar … Aufs Neue beweist Peter Matic seine ganze Erzählkunst, indem er Prousts endlos fließenden Strom der Erinnerung zur Geltung bringt und ihn souverän in Musik aus Stimme und Poesie verwandelt.

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