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Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald

Der große Gatsby

ERZÄHLUNGEN UND ROMANE

Gelesen von Burghart Klaußner

Informationen: ungekürzte Lesung, 341 Minuten, 5 CDs, 19.95 €

Verlag: Hörbuch Hamburg

Hörer-Rezension1

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Rezension

Man kann Fitzgeralds gesellschaftskritisches Meisterwerk vor dem Hintergrund der vielen Deutungen seit 1925 hören. Er wolle etwas Neues – etwas Außergewöhnliches und Schönes schreiben, das zugleich einfach und raffiniert komponiert ist, so Fitzgerald. Man kann das Schöne aber auch nur genießen, mit dieser „werkgetreuen und offenen“ Neuübersetzung, von Lutz W. Wolff – und der hervorragenden Lesung von Burghart Klaußner.

New York in der extravaganten Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Ich-Erzähler Nick zieht neben das Haus von Jay Gatsby ein, dessen Kennzeichen Partys für die Society und undurchsichtige Geld-Quellen sind. Gatsby bittet Nick, Kontakt zu dessen Cousine Daisy herzustellen – die Liebe seines Lebens, mittlerweile verheiratet. Daisy ist hingerissen, kann die Trennung von ihrem Mann aber nicht vollziehen. Bis ein tödlicher Unfall zu einer dramatischen Entwicklung führt.

Klaußner liest wunderbar betont und vielstimmig, gibt einen markigen Gatsby, der sich auf der Schwelle zwischen Lebemann mit Klasse und Blender bewegt – und mit seiner Phrase „alter Freund“ nicht nur den Nebenbuhler nervt. Nur Daisy klingt bei ihm einen Hauch zu dümmlich, aber letztlich nicht unpassend.

(bär)

Kurzbeschreibung

Ein Klassiker der Moderne - in einer brillanten Neuübersetzung Die Geschichte von Jay Gatsby, einem einsamen reichen Geschäftsmann, der seiner längst verlorenen Liebe nachjagt, wurde zu einem der größten Klassiker der amerikanischen Literatur. Der Roman aus dem Jahr 1925 erzählt von der Genusssucht und Langeweile der Roaring Twenties und der Sinnlosigkeit des mondänen Lebens. F. Scott Fitzgerald beschreibt auf einzigartige und authentische Weise sowohl ein Stück Zeitgeschichte als auch menschliche Tragödien. Die schlichte und zugleich poetische Sprache des Romans ist in dieser Neuübersetzung perfekt getroffen.


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Hörerrezensionen (1)

2

Re: Der große Gatsby

von Heinz-J. Schönhals am 17.11.2013

Wird Fitzgeralds „Der große Gatsby“ nicht überschätzt? Ich habe die Übersetzung von Bettina Abarbanell vorliegen. Einige Kostproben von Beschreibungen allein aus dem 1. Kapitel: „....fielen die letzten Sonnenstrahlen mit romantischer Hingabe auf ihr glühendes Gesicht..“ (27) scheint mir eine verunglückte Metapher zu sein: Sonnenstrahlen fallen mit romantischer Hingabe! Dann: „...ihre Stimme zwang mich beim Zuhören atemlos immer weiter nach vorn“ (27) = ebenfalls eine schiefe Metapher. Oder: „Dann erlosch das Glühen und zögernd und betrübt wich alles Licht von ihr, wie Kinder in der Abenddämmerung eine belebte Straße verlassen.“ (27) (verunglückter Vergleich!); oder: „....und ihre Stimme glühte und sang.“ S. 27 (unpassende Metapher: eine Stimme kann nicht glühen); „Sie verströmte dabei eine erregende Wärme, als versuchte ihr Herz, verhüllt in eines jener atemlosen, betörenden Wörter, zu mir herauszukommen.“ S. 27 (Das ist schwülstiger Kitsch + verunglückte Metapher!); oder: „Das Geflüster schwoll an....., brandete stürmisch auf und verebbte dann ganz.“ S. 28 (unpassende Metapher + schwülstiger Stil: ein Geflüster kann unmöglich „stürmisch branden“, wohl auch kaum „anschwellen“); „Manchmal redeten sie.... so kühl wie ihre weißen Kleider und ihre ungerührten, aller Sehnsucht baren Blicke.“ S. 25 (verunglückter Vergleich + schwülstiger Stil): oder: „wo ein Abend bis zu seinem Ende von einer Phase zur nächsten gejagt wurde.“ (25) (Schwulst); oder: „Eine Brise.... verzwirbelte sie (die Vorhänge) bis hoch an den Hochzeitstortenguss (!) der Zimmerdecke, kräuselte den weinfarbenen Teppich und warf einen Schatten darauf wie Wind auf dem Meer.“ S. 19/20 (völlig verunglückte Metaphern! Eine Brise kann zwar das Wasser kräuseln, nicht aber einen Teppich, und schon gar nicht kann eine Brise Schatten werfen, erst recht nicht bringt das der Wind auf dem Meer fertig!); oder: „die Teppiche sanken zur Erde“ S. 20 (Kitsch) oder: „Die Wörter, ein gleichmäßiges Gemurmel, verflossen zu einer tröstlichen Melodie.“(31) = Kitsch!

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