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Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Michael Ende

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

JUGEND UND KINDER

Gelesen von Ulrich Noethen, Jörg Schüttauf, Wolfgang Völz, Peer Augustinski, Manon Straché

Informationen: Hörspiel, 158 Minuten, 3 CDs, 14.99 €

Verlag: Der Audio Verlag

Altersempfehlung: ab 6 Jahre

Hörer-Rezension1

Redaktion

Leser

Rezension

Auf der kleinen Insel Lummerland hat König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte drei Untertanen: Lukas, der Lokomotivführer mit seiner Lok Emma, Herr Ärmel („der hauptsächlich Untertan war und regiert wurde“) und Frau Waas, die einen kleinen Tante-Emma-Laden führt. Als der Postbote ein Paket mit einem dunkelhäutigen Baby bringt, nimmt sich Frau Waas dem kleinen Jim an, dem ein Knopf an seiner Kleidung seinen Nachnahmen einbringt. Lukas wird der beste Freund des Jungen, alles ist gut – bis Jim größer und die Insel zu klein wird. Emma soll aufgrund der Überbevölkerung aufs Altenteil geschickt werden – also verlassen Lukas und Jim die Insel, erleben einige Abenteuer und erforschen Jims geheimnisvolle Herkunft …
Die hinreißende, liebevolle, witzige und auch durch die Augsburger Puppenkiste bekannte Geschichte wurde zu Jim Knopfs 50. Geburtstag vom WDR als – ebenso hinreißendes, liebevolles und witziges – Hörspiel von Petra Feldhoff lebendig neu inszeniert (Bearbeitung Ulla Illerhaus). Mit toller Besetzung: Ulrich Noethen liest den Erzähler, Jörg Schüttauf spielt Lukas, Manon Straché Frau Waas, Wolfgang Völz den Kapitän und Peer Augustinski Pi Pa Po. Sehr hörenswert.

(bär)

Kurzbeschreibung

Jim Knopf und sein Freund Lukas verlassen Lummerland, um Jim Knopfs geheimnisvolle Herkunft zu erforschen. Weder Meere noch Berge, weder Scheinriesen noch Drachen sind ein Hindernis. Aber was sie am Ziel erwartet, hätten sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorgestellt. Zum 50. Geburtstag von Jim Knopf präsentiert der DAV die Hörspiel- Neuinszenierung des WDR mit Starbesetzung: Ulrich Noethen, Jörg Schüttauf, Wolfgang Völz u. v. a.
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Hörerrezensionen (1)

4.2

Re: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

von Olaf von der Heydt (hoerspieltipps.net) am 11.08.2010

Die Geschichte um Jim Knopf und seinen Freund, den Lokomotivführer Lukas, dürfte bei vielen recht schnell Bilder im Kopf erzeugen, die sicherlich meist von der Umsetzung der Augsburger Puppenkiste geprägt sind. Die Intension des WDR liegt vermutlich eher darin, nicht die bekannten, sondern neue Bilder im Kopf des Hörers zu erzeugen. Eine Aufgabe, die auf den ersten Blick - wenn überhaupt - nur sehr schwer lösbar erscheint.

Bei der Bearbeitung hat sich Ulla Illerhaus ziemlich dicht an der ursprünglichen Vorlage bewegt. Die Geschichte bringt die große Geschichte um die Reise von Jim und Lukas in sechs Episoden, in denen einzelne kleinere Abenteuer zu bewältigen sind. Trotz der immensen Spielzeit kommt hier keinerlei Langeweile auf. es gibt spannende Erlebnisse, witzige und gut gesetzte Dialoge - am Skript gibt es nichts auszusetzen.

Die Umsetzung lebt insbesondere von zwei Elementen: Einem sehr gut besetzten und agierendem Sprecherensemble, aber auch insbesondere von der Musik von Mike Herting, die hier dieser Produktion eine ganz eigentständige Kulisse verschafft. Herting untermalt nahezu jede Szene sowohl in den Hintergründen, als auch in Bezug auf die jeweilige dramatische Situation. Dazu sind einzelnen Figuren und Instrumente verknüpft, eine sehr aufwändige und liebevolle Arbeit, die rundum gelungen ist und dieser Produktion einen ganz eigenen wunderbaren Klang verleiht. Herting bringt natürlich auch eine neue Titelmelodie, die es allerdings etwas schwerer hat, das ohrwurmigere "Eine Insel mit zwei Bergen" zu verdrängen.

Das schon gelobte Sprecherensemble überzeugt deshalb, weil man hier bereits in der Besetzung sehr viel Eigenständigkeit beweist. Bestes Beispiel ist die Figur des Lukas. Jörg Schüttauf bringt zwar die Figur sehr glaubhaft rüber, er unterscheidet sich aber deutlich vom gewohnten, eher behäbigen Lukas der Fernsehserie. Viel jugendlicher, viel frischer agiert hier Schüttauf, was die Geschichte noch lebendiger werden lässt. Großartig ist auch Dante Selke als Jim Knopf, der trotz seiner Jugend hier wirklich eine sehr gute Performance abliefert und damit seine Besetzung mehr als rechtfertigt. Ulricht Noethen übernimmt hier den Part des Erzählers - es gelingt ihm, den Hörer gut in die Geschichte einzubinden.
Daneben gibt es viele bekannte Stimmen, die dieses Hörspiel nicht nur nominell aufwerten, sondern auch unter der Regie von Petra Feldhoff durch die Bank überzeugen können.

Der WDR hat hier diesen Klassiker neu belebt und sehr angenehm vom überholten Klischees befreit. Die gelungene Produktion kann ich großen und kleinen Ohren nur empfehlen.

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